HATESWORN – Transcend Moral Limitations To Evoke Pure Negativity Until All Is Dead (german version)

HATESWORN – Transcend Moral Limitations To Evoke Pure Negativity Until All Is Dead (german version)

 
Band: Hatesworn
Titel:  Transcend Moral Limitations To Evoke Pure Negativity Until All Is Dead
Erscheinungsjahr: 2012
Herkunft:   Schweiz
Label: Bergstolz
Kontakt:

 
TRACKLIST

  1. IX – Introduction
  2. VIII – Distant Solitude
  3. VII – Between Melancholy And Madness
  4. VI – Long Gone
  5. V – The End Of A Life
  6. IV – The Great White Light
  7. III – Hate Burning Deep In My Heart
  8. II – Hatesworn
  9. I – Hatecult
  10. Golden Gate
  11. Outro
SPIELZEIT: 72:44
 

Das Engadin, Region im Osten der Schweiz an der Grenze mit Italien, ist nicht nur geschichtsträchtig und kulturell interessant, es bietet auch Landschaften, schöne im Sommer und eisige im Winter, die den Tourismus ankurbeln. Seit einiger Zeit es ist auch den Stützpunkt von S., der mit Wacht und Hatesworn die Black Metal Flagge hoch hält.

Einige von Euch werden sich an das Interview mit ihm, in dem er das Erscheinen dieser Platte ankündigte, erinnern. Wie er schon damals sagte, darauf findet Ihr nun alle überarbeiteten Songs der ersten Demos und zwei neue Lieder.
Sie sind chronologisch verkehrt angeordnet im Vergleich zu den Originalen.
Ich kenne den Grund nicht, ich weiss nur, dass auf dieser Weise ein zu starkes Gefühl von Déjà-vu verhindert wird. Das Cover ist optisch und technisch sehr schön gestaltet, im Booklet sind die notwendigsten Infos enthalten und ein klassischer "Fuck You All!" als extremes Schlusswort.

Ich werde keine Zeit verplempern in dem ich Euch die bekannten Demos "I – Hate Cult" und "II – Long Gone", die ich bereits reviewte, beschreibe. Als Ergänzung möchte ich lediglich bemerken, dass die Songs von "III – Distant Solitude" voll Trauer und Depression sind, sie leben aber von einer Finesse die typisch für den Morgennebel ist; sie schleicht sanft und langsam über die Wiesen und hinterlässt zarte Tröpfchen auf den Halmen. Ich höre auch eine willkommen Evolution und Reife; diese ist vielleicht mit der Persönlichen Weiterentwicklung des Künstlers verbunden.

Die zwei neuen Songs aus dem Jahre 2011 scheinen mir diskret ihren Dasein führen zu wollen. Ob das so gewollt ist oder nicht, entzieht sich meines Wissens. Die Stimme hört sich so an, als ob sie aus dem Jenseits hallen würde während das Schlagzeug prominent ist. Die Gitarrensolos, fast psychedelisch, sind ein Novum im Konstrukt der Hatesworn Diskographie. Das Ganze scheint sich vom depressiven Teil zu lösen und nach mehr Ambience zu streben, dies dank halluzinativen Ausschweifungen die typisch für einigen Prog-Rock Bands der fernen Vergangenheit waren.

Ich denke, dass es Euch wirklich nicht schaden wird, diesem Werk eine Chance zu geben, damit es Euch klar wird, wie viel Potential im Projekt aus den Alpen steckt.

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